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Darstellung und Charakterisierung zweidimensionaler Datensätze

Kontingenztafel

Das erste Teil wird am Montag in der ersten Schicht gefertigt, das zweite Teil ebenso und das letzte Teil in diesem Beispiel wird am Freitag in der dritten Fertigungsschicht hergestellt. Die Darstellung ist vollständig, aber unübersichtlich. Wie bereits bei der Darstellung eindimensionaler Größen kann die dargestellte Urliste komprimiert werden. Tabelle 5.2 fasst die Fertigungsstatistik des Produktes als Funktion des Wochentages und der Fertigungsschicht tabellarisch zusammen.

Tabelle 5.2: Kontingenztafel der Fertigungsstatistik eines Produktes als absolute Häufigkeit
  Mo Di Mi Do Fr Summe
Schicht 1 1008 991 1036 971 1109 5115
Schicht 2 1042 1159 1160 1098 1116 5575
Schicht 3 893 906 953 903 895 4550
Summe 2943 3056 3149 2972 3120 15240

Tabelle 5.2 stellt die absolute Häufigkeit eines Ereignisses, nämlich der Fertigung eines Produktes, als Funktion des Wochentages und der Fertigungsschicht dar. Dabei wird allgemein eine Variable als Variable x mit den Ausprägungen x1, x2, …, xm bezeichnet. Die einzelnen Ausprägungen sind hier die unterschiedlichen Fertigungsschichten 1 - 3. Die andere Variable y mit den Ausprägungen y1, y2, …, yl repräsentiert entsprechend die Wochentage Mo - Fr. In die Tabelle werden die absoluten Häufigkeiten ha eingetragen, mit der die Ereignisse eingetroffen sind. Die absolute Häufigkeit eines Bauteils mit den Merkmalen (xj, yk) wird mit ha(xj, yk) bezeichnet. Tabelle 5.2 wird Kontingenztafel genannt. Der Name weist auf die Kontingenz, also auf den Zusammenhang zwischen den Größen x und y hin. Für die Darstellung der Daten in einer Kontingenztafel müssen beide Merkmale gruppiert, ordinal oder diskret sein.