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Beschreibende Statistik univariater Daten

Häufigkeitsverteilungen

Statistische Daten werden durch Aufzeichnen von Beobachtungsergebnissen gewonnen. Die dabei entstehende Liste wird als Urliste bezeichnet. Tabelle 3.1 stellt die Messwerte von N = 100 Widerständen mit einem Sollwert von R = 1 kΩ dar. Die Daten weisen eine Auflösung von ΔR = 1 Ω auf. Es handelt sich deshalb um einen diskreten Merkmalstyp.

Tabelle 3.1: Beispiel für eine Urliste: Messwerte von 100 Widerständen mit einem Sollwert von R = 1 kΩ
Index Messwert R / W
1 - 10 983 988 985 987 988 987 986 985 986 991
11 - 20 987 986 987 986 985 988 986 986 988 985
21 - 30 985 989 986 986 985 992 988 989 986 986
31 - 40 985 986 986 986 989 988 986 986 986 987
41 - 50 989 986 986 985 988 990 986 986 988 987
51 - 60 985 989 987 985 986 990 986 985 986 988
61 - 70 985 988 984 988 986 985 987 989 986 987
71 - 80 987 987 985 987 986 986 986 987 985 989
81 - 90 988 992 985 986 987 987 985 988 984 988
91 - 100 987 988 985 986 986 985 987 989 986 985

Die in Tabelle 3.1 dargestellten Größen bilden eine Stichprobe mit dem Umfang N = 100, die einzelnen Messwerte werden allgemein als Stichprobenwerte bezeichnet. Mithilfe der Wahrscheinlichkeitsrechnung wird später versucht, von der Stichprobe auf die Grundgesamtheit, zum Beispiel aller Widerstände in einem definierten Fertigungszeitraum, zu schließen.

Zur Übersicht können die Daten in einem sogenannten Streudiagramm dargestellt werden. Dabei wird der Stichprobenindex als Abszisse und der Stichprobenwert als Ordinate dargestellt.

Bild 3.1: Darstellung der Stichprobe in Tabelle 3.1 als Streudiagramm