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Merkmalstypen

Diskrete Merkmale

Diskrete Merkmale haben nur endlich viele Ausprägungen. Zum Beispiel kann ein Wurf mit einem Würfel nur die Zahlen eins bis sechs annehmen, und er weist nur endlich viele unterschiedliche Ereignisse auf. Eine Erfassung von stetigen Größen mit diskreten Messmitteln führt zu einer diskreten Messgröße. Beispielsweise führt die Messung einer Spannung mit einem 6 Bit Analog-Digital-Wandler und einem Messbereich von 5 V zu einem Quantisierungsintervall von

(3.1)

Ist diese Diskretisierung größer als ein Zehntel der interessierenden kleinsten Spannung, wird das ursprünglich stetige Merkmal als diskretes Merkmal bezeichnet.

Ein diskretes Merkmal entsteht auch bei der Klassenbildung von stetigen Merkmalen. Zum Beispiel ist es denkbar, die Rohwerte einer Widerstandsmessung in Klassen zusammenzufassen, die einem Widerstandsbereich entsprechen. Nach der Klassenbildung kann nicht mehr entschieden werden, ob der Widerstand am unteren oder oberen Ende des Intervalls lag. Aus dem stetigen Merkmal ist durch die Klassenbildung ein diskretes Merkmal entstanden.